Wie Sie Antiquitäten zur Authentifizierung fotografieren: Was Experten sehen möchten
Ein schlechtes Foto führt zu einer schlechten Analyse. Das gilt gleichermaßen für menschliche Experten und KI-basierte Authentifizierungstools. Die Qualität Ihres Fotos bestimmt weitgehend die Qualität der Antwort, die Sie erhalten.
Dies sind die Regeln, denen Fachleute folgen und die jedes System mit Bildanalyse besser arbeiten lassen.
Die Grundregel: Tageslicht, kein Blitz
Blitzlicht erzeugt Reflexionen auf glasierten Oberflächen, Metall und Lack. Diese Reflexionen verdecken genau das, was ein Experte sehen möchte: Struktur, Patina, Abnutzung, Farbtiefe.
Fotografieren Sie bei diffusem Tageslicht, neben einem Fenster und nicht in direktem Sonnenlicht. Bedecktes Wetter ist ideal. Die Farbwiedergabe ist natürlicher und Details sind schärfer.
Erforderliche Fotos nach Kategorie
Porzellan und Keramik
- Ansicht von vorn, das vollständige Objekt
- Die Unterseite, Herstellermarken, Stempel, Bodenetiketten
- Detailaufnahme der Dekoration, Pinselarbeit, Farbdetails
- Alle Beschädigungen oder Restaurierungen separat fotografiert
Silber
- Der Bereich mit den Punzen, mit maximaler Schärfe, bei Bedarf mit einer Lupe vor dem Objektiv
- Das vollständige Objekt bei Streiflicht, um Relief und Abnutzung sichtbar zu machen
- Das Innere von Schalen oder Schachteln, enthält oft zusätzliche Stempel
Gemälde
- Das Gemälde vollständig von vorn
- Die Signatur, separat und so scharf wie möglich
- Die Rückseite der Leinwand oder Tafel, Etiketten, Stempel, Inschriften
- Streiflicht von der Seite, macht Krakelee und die Struktur der Pinselstriche sichtbar
Möbel
- Vollständige Vorderansicht
- Details von Verbindungen und Scharnieren
- Das Innere von Schubladen, Holzmaserung, Konstruktionsmethode
- Unterseite oder Rückseite, unbehandeltes Holz ist aufschlussreich
Technische Tipps
- Verwenden Sie nicht den Porträtmodus Ihres Smartphones, er verwischt Hintergrunddetails, die relevant sein können
- Mindestauflösung: 2 Megapixel pro Foto, aber mehr ist immer besser
- Platzieren Sie das Objekt auf einem neutralen Hintergrund, weiß oder grau, ohne unruhige Muster
- Halten Sie die Kamera ruhig, Bewegungsunschärfe bei einem Stempeldetail macht die Identifizierung unmöglich
Worauf Experten achten, das Sie wahrscheinlich nicht fotografieren
Die Unterseite ist der am häufigsten vernachlässigte Bereich in der Fotografie. Fast jede Porzellanidentifizierung beginnt dort. Herstellermarken, Bodenetiketten, Produktionshinweise, Anzeichen von Restaurierungen, all das befindet sich auf der Unterseite.
Bei Silber ist die Punze manchmal so klein, dass ein normales Foto nicht ausreicht. Verwenden Sie Ihr Smartphone als Vergrößerungsglas: Zoomen Sie für die Aufnahme so weit wie möglich hinein oder halten Sie eine echte Lupe vor das Objektiv.
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