Geerbte antike Gegenstände auf einem Holztisch: Porzellanvase, Taschenuhr und Gemälde
AntiqBot Blog · 13. März 2026 · 6 Min. Lesezeit

Antiquitäten geerbt? Die 5 ersten Schritte, bevor Sie etwas unternehmen

Sie haben gerade ein Haus voller Antiquitäten geerbt. Einen Schrank voller Porzellan. Einen Dachboden mit Gemälden. Vielleicht einen Safe mit Silberbesteck. Und Sie haben keine Ahnung, wo Sie anfangen sollen.

Das passiert mehr Menschen, als Sie denken. Und die meisten Fehler werden in den ersten Wochen gemacht, aus Eile, Unwissenheit oder familiärem Druck. Hier sind die fünf Schritte, die den Unterschied machen.

Schritt 1: Berühren Sie nichts

Der größte Fehler, den Erben machen: Gegenstände zu polieren, zu reparieren oder reinigen zu lassen, bevor ein Experte sie untersucht hat. Ein poliertes Silberstück verliert seine Patina. Ein gereinigtes Gemälde kann sowohl Firnis als auch Wert verlieren. Ein geklebtes Porzellanstück kann beim Verkauf nur noch halb so viel wert sein.

Lassen Sie alles, wie es ist. Staub ist nicht der Feind. Staub ist ein Hinweis auf das Alter, und das hat Wert.

Schritt 2: Inventarisieren Sie mit Fotografien

Machen Sie von jedem Stück mindestens drei Fotos: eine Vorderansicht, die Unterseite (Stempel, Marken, Signaturen) und eine Detailaufnahme von Schäden. Tun Sie dies bei Tageslicht, ohne Blitz.

Das dient zwei Zwecken: Sie haben einen Überblick für die Familie und Bildmaterial, wenn Sie später einen Experten konsultieren oder ein Online-Analysetool nutzen.

Tipp: Fotografieren Sie Stempel und Signaturen immer separat, sie sind für die Identifizierung entscheidend.

Schritt 3: Trennen Sie Kategorien

Nicht alles Alte ist antik. Nicht alles Schöne ist wertvoll. Nehmen Sie eine grobe erste Einteilung vor:

Die erste Kategorie können Sie später abgeben. Konzentrieren Sie Ihre Energie auf die zweite und dritte.

Schritt 4: Bitten Sie keinen Händler um eine Schätzung

Ein Händler, der Ihr Haus räumt, hat andere Interessen als Sie. Seine Schätzung entspricht dem, was er zu zahlen bereit ist, nicht dem Marktwert des Stücks. Diese beiden Beträge können weit auseinanderliegen.

Holen Sie zunächst eine unabhängige Schätzung ein oder nutzen Sie eine objektive Online-Analyse. Vergleichen Sie erst dann mit einem Kaufangebot.

Ein Stück kann einen Schätzwert von €2,000 haben und dennoch in Eile für €400 an einen Händler verkauft werden.

Schritt 5: Sprechen Sie mit der Familie, bevor Sie verkaufen

Antiquitäten in einem Nachlass führen häufiger zu Familienkonflikten als Geld. Nicht weil die Stücke so wertvoll sind, sondern weil jedes Familienmitglied unterschiedliche Erinnerungen damit verbindet.

Einigen Sie sich darauf, wie Sie Entscheidungen treffen, bevor Sie etwas verkaufen, spenden oder verschenken. Wer hat Anspruch auf was? Wer entscheidet bei Uneinigkeit? Halten Sie es schriftlich fest, auch wenn es übertrieben wirkt.

Wann sollten Sie einen Experten hinzuziehen?

Wenn Sie bei einem einzelnen Stück unsicher sind, lohnt sich die Investition in einen Experten. Besonders bei:

Für eine erste Sichtung kann eine KI-Analyse bereits kostenlos beträchtliche Klarheit schaffen, insbesondere um festzustellen, was es wert ist, einem Experten vor Ort vorzulegen.

Wer aus einer Sammlerfamilie erbt, findet hier eine Geschichte, die älter ist als das Erbe selbst. Viel Kunst, die heute auf belgischen Dachböden steht, wurde einst über Galerieabonnements für Werke von Biennale-Veteranen wie Chagall, Miró und Permeke verbreitet. Lesen Sie mehr in Biennale von Venedig 2026: In Moll.

Antiquitäten geerbt?

Laden Sie Fotos Ihrer Stücke hoch und erhalten Sie sofort eine KI-Analyse. Wissen Sie, was Sie haben, bevor Sie entscheiden.

Ihre Stücke analysieren
← Zurück zu allen Artikeln  ·  AntiqBot  ·  Startseite